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Rituale für eine freie Trauung – muss das sein?

Nicht jedes Ritual passt zu jeder Liebesgeschichte

„Müssen wir überhaupt Rituale in unsere freie Trauung einbauen?“ Diese Frage kommt häufig, wenn ich am Ende des Traugesprächs, nachdem wir tief in die Lebens- und Liebesgeschichte des Paars eingetaucht sind, mit ihnen über den Ablauf ihrer Trauung spreche.

Und meine Antwort als freie Rednerin darauf ist immer dieselbe: Nein, das müsst und sollt ihr auch nicht – wenn es sich nicht richtig für euch anfühlt. Denn ein Ritual macht eure freie Trauung nicht automatisch persönlicher. Persönlich wird sie erst dann, wenn sie wirklich zu euch, eurem Leben und eurer Geschichte passt. Denn ein Trauritual kann eure Liebe und eure Verbundenheit sichtbar machen – aber eben nur dann, wenn es sich nach euch anfühlt.

Gipfelschnaps-Ritual bei einer Almhochzeit

Wenn ein Trauritual eure Geschichte erzählt

Wenn ihr auf einer Alm heiratet und Après-Ski quasi euer zweiter Vorname ist, dann stoßen wir nach dem Ja-Wort alle gemeinsam mit einem Gipfelschnaps auf eure Liebe an.

Wenn ihr eure Freizeit am liebsten im Garten verbringt, dann pflanzen wir einen Baum, der – angereichert mit Erde aus euren Elternhäusern – in eurem Zuhause Wurzeln schlagen darf.

Wenn ihr den Ringtausch mit einer Überraschung verbinden möchtet, dann verstecken wir eure Ringe bei einer kleinen Hochzeitslotterie unter den Gästen.

Wenn ihr gerne all eure Familienmitglieder und Freunde einbringen möchtet – dann dürft ihr gerne die Wünsche gemeinsam in einer Feuerschale verbrennen, damit sie genauso in Erfüllung gehen, wie in den Raunächten.

Und wenn bei euch Erinnerungen ganz stark mit Dingen verbunden sind – dann bauen wir gemeinsam eine Zeitkapsel, in der ausgewählte Gäste etwas legen dürfen, das ihr dann an eurem 5. Oder 10. Hochzeitstag entdecken dürft.

Wünsche werden in einer Feuerschale als persönliches Ritual bei einer freien Trauung verbrannt.

Die beste Entscheidung ist immer eure eigene

Was alle diese Rituale, so unterschiedlich sie auch sind, gemeinsam haben? Sie tragen eine Symbolkraft und passen zu dem einen Paar ganz wunderbar, zu einem anderen wiederum gar nicht.

Und deshalb gibt es hier auch keine falsche Entscheidung – sondern nur richtige. Ich gehe mit euch gerne Rituale durch – von den klassischen, wie der Hochzeitskerze, bis zu den originelleren, wie die Traufrage im Dungeons & Dragons Universum zu stellen – um euch zu zeigen, welche Möglichkeiten ihr habt. Denn dafür bin ich als freie Rednerin mit viel Erfahrung da. Um euch zu beraten, euch Tipps zu geben und euch darin zu bestärken, dass ihr euch auf jeden Fall richtig entscheiden werdet.

Das Wichtigste ist nicht das Ritual, sondern das Gefühl

Denn das Wichtigste, bei den Ritualen im Besonderen und eurem Hochzeitstag im Allgemeinen ist eh: Bleibt bei euch in der Entscheidung.

Eure freie Trauung wird nicht dadurch besonders, dass sie möglichst viele Programmpunkte hat. Sondern dadurch, dass ihr euch in jedem einzelnen Moment wiedererkennt.

Und dafür braucht es manchmal auch gar nicht mehr als euch zwei, euer Ja-Wort und den Ringtausch.

Egal, ob ihr euch innerhalb eurer Trauung ein persönliches Versprechen geben möchtet, egal, ob ihr ein Ritual mit einbaut oder nicht – ich verspreche euch, dass es emotional wird. Romantisch und humorvoll, eben genau so, wie es natürlich zu euch passt. Denn woran ihr euch erinnert, wenn ihr schon weiße Haare und tiefe Lachfalten habt, ist dieses Gefühl: „Das sind genau wir!“. Und dafür ist oft weniger einfach mehr. Das beschreibe ich auch in meinen Gedanken zu persönlichen freien Trauungen.

Wenn ihr euch also fragt, welches Ritual zu eurer freien Trauung passt, dann stelle ich euch zuerst eine andere Frage: Was erzählt eure Geschichte?

Ich bin gespannt, eure Antwort darauf zu hören! Ob ganz schlicht oder mit vielen liebevollen Details – jede freie Trauung ist für mich etwas Besonderes. Keine Liebe gleicht der anderen. Und genau deshalb ist auch nach acht Jahren jede Hochzeit, die ich als Rednerin begleiten darf, ein absolutes Privileg, unvergesslich und individuell. Weil ihr zwei als Paar es eben auch seid! Ich freu mich auf euch.

Vielleicht habt ihr beim Lesen schon gemerkt: Mich faszinieren Menschen. Ihre Geschichten, ihre Eigenheiten und das, was sie verbindet. Genau deshalb liebe ich meinen Beruf als hauptberufliche freie Rednerin. Denn ich darf all das in Worte fassen – bei freien Trauungen, Kinderwillkommensfesten und Trauerfeiern.

Bildnachweise

Die Bilder dieses Beitrags stammen von Christina Maria Acher und Nikki Lindner. Vielen Dank für eure wunderbare Arbeit!